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Tunneln gibt es nicht nur beim Fußball
12.03.2018
PKW unter LKW am Stauende - Übungsszenario für die 3. und 4. Gruppe zum Thema „Technische Hilfeleistung". Bei diesem Hauptdienst lag folgende Lage vor: PKW unter LKW am Stauende. Durch den verengten Arbeitsbereich – ein dicht am Unfall-PKW geparktes PKW einerseits und die Nähe zum Zaun andererseits – waren die klassischen Herangehensweisen nicht möglich.
Die Fahrertür konnte nicht herausgetrennt werden, da kein Platz dafür da war, und das Dach konnte nicht abgebaut werden, da die Mulde vom LKW auf die Scheibe drückte. Somit sollte als Übungsziel zur Rettung der verunfallten Person die Technik des Tunnelns angewendet werden.
Zu den ersten Maßnahmen gehörte die Erkundung der Unfallstelle durch die Gruppenführung. Anschließend wurde der Ablageplatz bestimmt und aufgebaut. Der PKW wurde mit Keilen gegen das Wegrollen gesichert, ebenso der LKW. Der nächste Schritt sah die Erstzugangsöffnung vor: Die Scheibe auf der Beifahrerseite wurde abgeklebt und herausgetrennt, um ersten Kontakt zur verunfallten Person aufzunehmen. Um dem Rettungsdienst den Zugang zu ermöglichen, wurde mit einem Brecheisen die Beifahrertür geöffnet (Versorgungsöffnung).
Danach kam es zum eigentlichen Tunneln. Erst wurden Heckscheibe und Innenverkleidung entfernt, um ein Airbagscreening zu machen. Anschließend wurde mit dem hydraulischen Spreizgerät die Heckklappe aufgedrückt. Die hintere Sitzbank wurde mit einer Säbelsäge herausgetrennt. Die Angriffstruppführerin stieg mit dem Spineboard als Einstiegshilfe in den Kofferraum, sodass die verunfallte Person achsgerecht gelagert und aus dem Auto gezogen werden konnte. Ziel erreicht!
Während der ganzen Übung wurden die einzelnen Phasen immer wieder von den Gruppenführern unterbrochen, um die Schritte zu besprechen. Nach einer ausführlichen Nachbesprechung hieß es: Einräumen, aufräumen und umziehen. Dienstende war pünktlich um 21 Uhr.